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Die Gemeindechronik

Gamlitzer Willkommensschild
Gamlitzer Willkommensschild

Die Geschichte des Ortes wird durch Funde wie Tonscherben und Steinbeile bezeugt und reicht bis in die mittlere und jüngere Steinzeit zurück. Aus der vorrömischen Keltenzeit stammen Grabbeigaben aus Hügelgräbern, die teilweise noch unberührt in den Wäldern am Ufer des Gamlitzbaches liegen. Von den Römern, die im ersten nachchristlichen Jahrhundert sich bei uns niederließen, berichten Grabsteine, die heute an einer Außenmauer der Pfarrkirche zu bewundern sind. Besonders bemerkenswert ist eine Reliefplatte, zwei Jäger mit ihren Hunden zeigend, über deren Deutung man sich bis heute nicht im klaren ist.

Pfarrkirche Gamlitz
Pfarrkirche Gamlitz

1170 erstmals erwähnt, ist die Pfarrkirche zu Gamlitz eine der ältesten in diesem Gebiet. Das Gotteshaus im romanischen Chorturmstil ist den Heiligen Peter und Paul geweiht und entwickelte sich ab der Mitte des 14. Jahrhunderts zum kirchlichen Zentrum für die umliegenden Orte. So war die Gamlitzer Pfarrkirche bis ins 18. Jahrhundert die Mutterpfarre der heute selbständigen Pfarren Ehrenhausen und Spielfeld.

Von den Edelsitzen rund um Gamlitz ist heute nur mehr Schloß Gamlitz erhalten. Die ersten Nachrichten darüber stammen aus dem 12.Jahrhundert. Damals schenkte Herzog Heinrich II. aus dem Geschlecht der Spanheimer dem Stift St.Paul im Lavanttal Besitzungen in Gamlitz. Das Schloß erlebte in den folgenden Jahrhunderten ein äußerst wechselhaftes Schicksal - es wanderte von Besitzer zu Besitzer. Heute aber befindet es sich im Besitz der dritten Generation der Familie Melcher, die ein Weingut mit Buschenschank im Schloß betreibt und ihrem Haus noch eine zusätzliche, kulturelle Funktion als Sitz einer Galerie verliehen hat. In einigen Räumen des Schlosses befindet sich auch ein Weinmuseum, welches von der Marktgemeinde Gamlitz eingerichtet wurde und das jährlich Sonderausstellungen zeigt.

Einfälle der Türken in den Jahren 1479 und 1532 brachten Zerstörung und Leid mit sich. Auch von der Pest blieb Gamlitz nicht verschont, die den Ort gegen Ende des 16. und 17.Jahrhunderts heimsuchte, wovon Pestsäulen heute noch zeugen. Der Bruderkrieg mit Preußen berührte Gamlitz ebenfalls: ein kurze Zeit in der damaligen Kaserne auf Schloß Gamlitz stationiertes Bataillon Soldaten wurde 1866 in der Schlacht von Königgrätz fast gänzlich vernichtet. Zum Gedenken daran wurde 1914 das Denkmal ,,Batterie der Toten" errichtet.

Heute ist Gamlitz mit 3.076 Einwohnern und 34,5 km2 Gemeindefläche flächenmäßig die zweitgrößte Gemeinde im Bezirk Leibnitz. Übrigens stammt der Name des Ortes aus dem Slawischen - gomilnitz, in weitere Folge dann Gamlitz, wird hergeleitet von slaw.: gom, was soviel wie Hügel bedeutet. Wahrscheinlich hat also die hügelige Landschaft dem Ort den Namen gegeben. Andere Deutungen gehen wiederum dahin, daß sich der Ortsname von den keltischen Hügelgräbern herleitet.

 

Gamlitz wird in 8 Katastralgemeinden eingeteilt:

Gamlitz
Eckberg
Steinbach
Sernau
Kranach
Labitschberg
Grubtal
Sulztal an der Weinstraße

Weingarten
Weingarten

Von 370 landwirtschaftlichen Betieben beschäftigen sich 230 mit dem Weinbau - diese Dominanz hat Gamlitz zur größten weinbaubetreibenden Gemeinde der Steiermark gemacht. Diese Bedeutung von Gamlitz wurde bei der Markterhebung du der Verleihung des Ortswappens dokumentiert: "...im viermal von Silber und Rot geschachteten Schild ein grünes, mit einer goldenen Traube belegtes Weinblatt...", so die Beschreibung in der Wappenurkunde.

In den letzten Jahren hat sich Gamlitz mit seiner Landschaft, den Weinbergen mit ihren vielfältigen Formen und Farben, zu einem gefragten Urlaubs- und Erholungsort entwickelt. 60 Kilometer an Wanderwegen, Möglichkeiten zum Radfahren, für Tennis, Tontaubenschießen oder Angeln bieten ein reiches Angebot zur Freizeitgestaltung. Auch Kunstfreunde zieht es regelmäßig hierher: Künstler aller Art haben sich in der Südsteiermark rund um Gamlitz niedergelassen, um in der Landschaft Inspiration zu suchen. Maler, Bildhauer, Töpfer, Kunst- und Kleinhandwerker üben hier ihre Kunst aus.

Gamlitz versucht auch beharrlich und mit Erfolg, seine kurturelle Bedeutung seit der Steirischen Landesausstellung 1990 "Weinkultur" beizubehalten. 1991 wurde von der Gemeinde Gamlitz ein ständiges Museum mit dem Titel "Steirisches Weinkultur" im Schloß eingerichtet, das auf 275 m² einen Überblick des steirischen Weinbaus bietet. Die Ausstellungsobjekte in Form von weinbau- und kellertechnischen Gerät kommen teilweise aus der Bevölkerung, teils in Form von Münzen, Urkunden und Gemälden aus den Sammlungen des Landes Steiermark, und sie dokumentieren die Arbeits- und Lebenswelt der steirischen Weinbauern in Vergangenheit und Gegenwart. Neben dieser ständigen Sammlung werden in einem Nebentrakt des Schlosses jährliche wechselnde Sonderausstellungen in Zusammenarbeit mit anderen Museen und Institutionen durchgeführt.

Blumendorf Gamlitz
Blumendorf Gamlitz

1995 und 2012 konnte die Marktgemeinde Gamlitz im europaweit besetzten Blumenschmuckbewerb "Entente Florale" den ersten Platz erringen.

Den Titel "Schönstes Blumendorf Europas" erhielt Gamlitz durch das gemeinsame Bemühen von Seiten der Gemeindeverwaltung, des Tourismusverbandes und nicht zuletzt der Bevölkerung: Öffentliche Bereiche wie etwa der Marktplatz beeindruckten mit ihrem Blumenschmuck genauso wie Weinbaubetriebe, Buschenschänken und Privathäuser.
Für die Entscheidung der Jury trug auch die gepflegte Landschaft bei, deren Wiesen, Weingärten und Wäldern die sorgende Hand ihrer Eigentümer anzusehen war und ist.

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